Wo wollen wir arbeiten – und warum? In einer Zeit, in der das Arbeiten im Büro flexibler, mobiler und gleichzeitig individueller geworden ist als je zuvor, stellt sich die Frage nach dem physischen, dem realen Raum ganz neu: Was muss ein Raum leisten und wie muss er beschaffen sein, damit die Menschen sich gerne in ihm aufhalten und gleichzeitig inspiriert werden? Die Ausstellung des Stuttgarter Architekturbüros SCOPE blickt aus verschiedenen Perspektiven auf die Handlungsfelder, die sich aus einer zeitgemäßen Gestaltung und der individuellen Haltung eröffnen. Vernissage: Donnerstag, 11. Juni 2026. Ausstellung: bis 30. Juli 2026
Bauwerke vermitteln jenseits ihrer Funktion auch eine Bedeutung. Sie manifestiert sich über Typus und Form, besonders aber über die verwendeten Materialien sowie deren Fügung. Diese semantischen Erzählungen sind für das Stuttgarter Büro lohrmannarchitekten wichtige Pfeiler ihrer Arbeit. Ihre Ausstellung in der Raumgalerie zeichnet den komplexen Prozess der Findung einer Gebäudegestalt nach, der Raum, Material, Historie und Wandel einbezieht. Die Ausstellung wurde bereits 2025 bei der Architekturbiennale in Venedig im Palazzo Mora gezeigt und ist nun für die Raumgalerie weiterentwickelt worden. Vernissage: Mittwoch, 25. Februar 2026. Ausstellung: bis 18. April 2026
Der urbane Raum ist einem steten Wandel unterworfen. Eingriffe in seine Struktur und Architektur prägen ihn nachhaltig. Wie beständig sind Stadt und Architektur also wirklich? Und was passiert, wenn mutig Neues und Unerwartetes gewagt wird? Die Ausstellung „Transformation Studies“ des Hamburger Künstlers Michael Hennings hinterfragt die Konsistenz baulicher Gefüge und lädt gleichzeitig zu einer emotionalen Betrachtung von Bestehendem, hin zu einem klima- und sozial gerechten Um- und Weiterbau vermeintlich invariabler Gewohnheiten. Vernissage: Donnerstag, 22. Mai 2025. Ausstellung: bis 12. Juli 2025
Der Deutsche Werkbund Baden-Württemberg ist wieder zu Gast in der Raumgalerie. Vorgestellt wird die Publikation „Die Werkbundsiedlung auf dem Weißenhof: Raumkunst und Visionen“, nach „100 Jahre zeitnah“, „Vom Neuen Sitzen und Gestalten“ und „MacherInnen des Modernen“ bereits der vierte Band in der Reihe. Das Buch fokussiert auf die Vorreiter, Erfinder und Avantgardisten der so umtriebigen Zeit in Stuttgart um 1927 und wie später versucht wurde, wieder daran anzuknüpfen. Buchvorstellung: Freitag, 25. Oktober 2024, 19 Uhr
Ein wichtiger Baustein der nachhaltigen Entwicklung von Mensch, Gesellschaft und (gebauter) Umwelt ist der bewusste Umgang mit den vorhandenen Ressourcen. Diese Suffizienz bedeutet jedoch keine Einschränkung, sondern bietet neue Chancen und ungeahnte Freiheiten. Die Ausstellung in der Raumgalerie schlägt Wege für den kreativen Umgang mit bestehenden Strukturen vor, stellt die Frage nach den tatsächlichen Bedürfnissen und öffnet die Diskussion für eine kritische Auseinandersetzung. Ausstellung: 16. Oktober bis 30. November 2024
Augenblicke der Vergangenheit können wie ein Echo in die Gegenwart wirken und dort zu besonderen Momenten führen. Diese Transformation gelingt Ymer Shaqiri, dessen Werke fast immer auf Erinnerungen an seine Heimat basieren. Sie sind in ihrer Abstraktion ungemein packend, durch ihre detailreiche Ausarbeitung gleichsam faszinierend nah und schaffen in ihrer Sensitivität eine ungeahnte, persönliche Tiefe. Die Ausstellung in der Raumgalerie zeigt einige der bedeutendsten Arbeiten des aus dem Kosovo stammenden, im Jahr 2021 leider verstorbenen Künstlers. Ausstellung: 16. August bis 18. September 2024
Gute Architektur ist kein Zufall – sondern folgt den Regeln der Ästhetik und Funktion. So sind Infrastrukturbauten wie Feuerwehrhäuser immer auch für den Einsatzfall entworfen, gleichzeitig sind sie wichtiger städtebaulicher wie sozialer Teil ihres Umfelds. In der Ausstellung „einseinszwei“ zeigen Gaus Architekten, was es bedeutet, funktionierende und zeitgenössische Feuerwehrhäuser zu entwickeln und damit einen Mehrwert für die Gesellschaft und die Baukultur zu schaffen. Ausstellung: 7. Juni bis 27. Juli 2024
Wie wollen wir leben? Diese Frage haben sich Studierende der Merz Akademie im Rahmen des Gestaltungskurses „Grafik Design im Raum“ unter der Leitung von Kathrin Milic-Grunwald gestellt. Die Ausstellung, eine Zusammenarbeit mit dem Deutschen Werkbund Baden-Württemberg, lehnt sich an die wegweisende Bauausstellung „Die Wohnung“ von 1927 an und schafft eine Dialogplattform, die zum Nachdenken über die Rolle von Funktionalität, Effizienz und Nachhaltigkeit einlädt. Ausstellung: 18. Januar bis 31. Januar 2024
Der Deutsche Werkbund Baden-Württemberg ist zu Gast in der Raumgalerie. Vorgestellt wird die Publikation „Die Werkbundsiedlung am Weißenhof: MacherInnen des Modernen“, die den Blick auf den Höhepunkt der Moderne um 1927 richtet und aufzeigt, welche MacherInnen den fruchtbaren Boden für diese Entwicklung bereitet haben und heute fortsetzen. Gerahmt wird der Abend von den Arbeiten des Stuttgarter Künstlers Gert Wiedmaier, dessen Serie „nah und fern“ einen besonderen Blick auf die Weißenhofsiedlung wirft. Veranstaltung: 7. September 2023, Ausstellung: bis 7. Oktober 2023
An manchen Orten entstehen Szenerien, die mitunter nostalgisch stimmen, kurios sind, amüsant, gelegentlich irritierend oder eigentümlich verlassen wirken, wenn man sich auf sie einlässt. Diese Stimmungen und stillen Momente fängt der Fotograf Lutz Schelhorn ein und macht sie für sein Publikum zugänglich. Authentisch, unverfälscht, unmittelbar. Die Ausstellung in der Raumgalerie zeigt Bilder bruchstückhafter, teils rauer Momente im Raum, Spuren von Menschen und die eigenwillige Schönheit zweckmäßiger Bauten. Ausstellung: 19. Juli 2023 bis 2. September 2023
Architekturfotografie ist meist eher dokumentarisch, bereinigt von scheinbar Überflüssigem. Dass fotografierte Architektur weit mehr ist, als das bloße Bauwerk, zeigen die Arbeiten der Berliner Fotografin Arina Dähnick. Durch ihre Kamera wirft sie einen poetischen Blick auf Bauwerke, erkundet deren Seele und kreiert intime Momente. Gemeinsam mit der Weissenhofwerkstatt im Haus Mies van der Rohe zeigt die Raumgalerie eine exklusive Auswahl ihrer Werke. Ausstellung: 21. April bis 10. Juni 2023
„Gestalten für Berlin“ beleuchtet künstlerische Grundlagen, Entwurf und Praxis und versammelt historische und gegenwärtige Arbeiten aus den Bereichen Formgestaltung und Grafikdesign. Zudem fragt die Ausstellung nach aktuellen Perspektiven: Was heißt es, heute Design zu studieren? Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher und ökologischer Herausforderungen sowie der umfangreichen Kürzungen im Wissenschafts- und Kulturbereich verweist „Gestalten für Berlin“ auf die Innovations- und Gestaltungskraft von Design, Kultur und Lehre und deren Bedeutung für eine zukunftsfähige und lebenswerte Stadt.
Gestalten für Berlin. Design aus der Kunsthochschule Berlin-Weißensee
Ausstellung: bis 22. Februar 2027
Kuration: Silke Ihden-Rothkirch, Florentine Nadolni
Ort: Werbundarchiv – Museum der Dinge, Berlin
Im Bild: Wand- und Bodengestaltung einer Schwimmhalle in Berlin-Hohenschönhausen, Glasurmalerei auf Steingutfliesen, aquarellierte Zeichnung, 1986. Gestaltung: Lothar Scholz (1935– 2015). Foto: Armin Herrmann
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