WELTEN IM RAUM – RAUMWELTEN

Veröffentlicht: 18. Mai 2012

„Wie können Produkte und Dienstleistungen räumlich in Szene gesetzt werden? Wie positionieren sich erfolgreiche Marken durch gebaute Unternehmenskommunikation? Wie kann Kommunikation im Raum umgesetzt werden und vor allem zu welchem Preis? Wie schaffe ich Raum für neue Welten?“ Mit diesen Fragen im Gepäck debütierte am 11. Mai die Businessplattform für Kommunikation im Raum „Raumwelten“, organisiert von den Machern des Szenographie-Magazins PLOT. Ein Nachbericht.

Der Mensch ist ein Herdentier – das machte der Publizist Dr. Jan Esche in seinen Grundgedanken zum Thema Kommunikation im Raum gleich zu Beginn der Veranstaltung klar. Nur schwer können wir ihm widersprechen, wissen wir doch allzu genau, wie angenehm und einfach es sein kann, im Strom der Masse gemütlich mitzutreiben. Der Weg, den andere gehen, kann so schlecht nicht sein – sonst würden eben diese ihn schließlich nicht gehen, nicht wahr? Und doch: Es sind gerade die aus diesem Strom herausragenden Spitzen, die uns aufmerksam machen und aufwecken. Es ist das Unerwartete, das uns Neugierig macht und gleichzeitig magisch anzieht. Wie Mücken fliegen wir zur Lichtquelle, ungeachtet der Konsequenzen. Der Mensch ist ein Fisch im Schwarm – und manchmal auch ein Hornochse.

Mensch, Raum und Welt stehen seit jeher in einem nicht ganz einfachen Verhältnis zueinander. Die neuen digitalen Medien haben da in den letzten Jahren nicht unbedingt zu einer Verbesserung beigetragen. Tag für Tag werden wir mit Informationen und Reizen überschüttet, die Masse ist schier unüberschaubar. Szenographischen Entwürfen kommt in solchen Zeiten deswegen eine besondere Bedeutung zu. Denn nur mit der richtigen Bespielung eines Raums wird man gesehen und bemerkt, und zwar mit dem entscheidenden positiven Nachhaltigkeitsfaktor. Hilfe bei diesem Ritt auf des Messers Klinge bot da am 11. Mai die neue Businessplattform für Kommunikation im Raum „Raumwelten“. Mittels verschiedener Vortragsformate erhielten die Teilnehmer einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen in der Branche und gleichzeitig einen hochwertigen Leitfaden für die eigene, zukünftige Arbeit: Dr. Jan Esches Grundgedanken zum Verhältnis zwischen Mensch, Design, Architektur und Raum leiteten zunächst in das komplexe Thema der Kommunikation im Raum ein. Danach folgten fünf Beiträge aus der Praxis, bei denen jeweils Auftraggeber und Dienstleister ihre erfolgreichen Zusammenarbeiten näher erläuterten. Im Anschluss an die Mittagspause diskutierten namhafte Branchenvertreter zu Projekten aus dem Bereich der Markenkommunikation. Die Nachmittagsstunden waren schließlich reserviert für persönliche Gesprächsrunden im kleinen Kreis zu Frage wie: Brauchen besondere Anlässe besondere Inszenierungen? Wie können Produkte und Dienstleistungen rämlich in Szene gesetzt werden? Wie heben sich erfolgreiche Unternehmen durch räumliche Unternehmenskommunikation von ihren Mitbewerbern ab? Wie findet sich der passende Kommunikationspartner? Und: Was kostet das?

Kommunikation im Raum, Szenographie, Bespielung des Raums – das alles wird in der Zukunft eine immer größere Rolle spielen. Dabei wird es sicher nicht darauf ankommen, wer am lautesten brüllt. Nein, der richtige und vor allem richtig dosierte Einsatz verschiedener Hebel in Design und Marketing wird entscheiden zwischen Sieg und Niederlage. In Zeiten des Reizüberflusses wird von vielen „weniger“ nicht mehr als Verzicht wahrgenommen, sondern als Bereicherung. Für die Architekten und Designer heißt das: Vorgehen mit Augenmaß. Inspiration für zukünftige Entwicklungen haben die Organisatoren von PLOT mit der Businessplattform „Raumwelten“ bravourös geliefert.

Impressionen von der Veranstaltung:
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