AUF SPURENSUCHE: dOCUMENTA (13)

Veröffentlicht: 09. August 2012

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Alle fünf Jahre findet die documenta in Kassel statt, die weltweit bedeutendste Ausstellungsreihe für zeitgenössische Kunst. In diesem Jahr sind die Werke der über 300 Künstler noch bis 16. September zu sehen. Zeit genug also, eine Reise nach Kassel zu planen. Tipps für den Ausstellungsbesuch gibt es hier – exklusiv zusammengestellt von Hartmut Raiser, RAISERLOPES, Stuttgart. Ein Erlebnisbericht.

Ein besonderes Erlebnis war schon die Übernachtung im Knast. Für 100 Tage ein Interimshotel: Das Elwe Knast-Hotel. Man sollte nicht zu zartbesaitet sein!

Start der dOCUMENTA(13) dann im Kulturbahnhof. Ein unvergleichliches Erlebnis war die Vermischung von Realität und Fiktion bei einem geschichtlichen Weg mit iPod und Kopfhörer. Auch den Süd- und Nordflügel sollte man unbedingt entdecken, ebenso den Schrottplatz dahinter mit seinen Ergänzungen aus Sichtbeton: Eine feine Fehlstellenbesetzung der Vergänglichkeit!

Die documenta-Klassiker sind wie immer alle gut: Friedericianum, documenta-Halle, Ottoneum, Brüder-Grimm-Museum und die Neue Galerie von Volker Staab (sehr sehenswert!) …

Und wenn dann die Kondition noch reicht: Ab in die Auen, beginnend in der Orangerie, weiter über die wandernden Bäume, Erdhügel und Steine in Baumstümpfen – man kann sich dort wirklich buchstäblich verlaufen. Auch eine Gartenlandschaft wie bei „Petterson und Findus“ gibt es dort. Aber Vorsicht: Sie müssen dort sogar das Handy abgeben – ein echtes Zurück-zur-Natur-Erlebnis!

Was wir leider nicht gesehen haben: Den halben Auenpark. Es ist einfach nicht zu schaffen mit (guten!) Kindern bei schlechtem Wetter.

Für schnelle Abarbeiter gibt es Fahrräder zu mieten. Dann kann man systematischer vorgehen. Am besten sollte man sich für die Karlsaue und den Park einfach einen ganzen Tag einplanen. Außen vor mussten wir auch off-Schauplätze lassen: die Oberste Gasse und die untere Karlstraße.

Vieles haben wir auch einfach nicht wahrgenommen, weil unverständlich, zu versteckt, zu unscheinbar oder schlicht die Besucherschlangen zu lange. Die Spurensuche geht also weiter. Beim Nächsten mal!

Alles in allem ist die diesjährige documenta eine sehr interessante Ausstellung! Zum ersten mal hat sie auch Satellitenstädte, auf die sich die Ausstellung beruft und Bezüge herstellt. So ist die dOCUMENTA (13) zeitgleich in Kabul präsent und es finden Workshops und Seminare in Alexandria, Kairo und Banff, Kanada statt. Die Künstler setzen sich dort in ihren Arbeiten mit den unterschiedlichen Welten auseinander, um neue Positionen der Kunst zu diskutieren. Ein Besuch der dOCUMENTA (13) in Kassel lohnt sich also auf alle Fälle. Empfehlenswert ist, genug Zeit einzuplanen und sich treiben zu lassen, das Guidebook zur Hand zu nehmen (überall erhältlich) und schließlich Freude am Entdecken zu haben.

 

Impressionen von der dOCUMENTA (13):

3 Kommentare zu “AUF SPURENSUCHE: dOCUMENTA (13)”

  1. Toller Beitrag—macht richtig Lust, die dOCUMENTA (13) zu besuchen!

  2. Ohne viel Zeit, am besten mehrere Tage, sieht man leider nur einen Bruchteil richtig oder hetzt zu schnell durch alle großen Hallen und fühlt am Ende nichts als Müdigkeit.

  3. […] uns bestens bewirtet hat, trotz doppelter Belastung durch die zweite Gruppe im Nachbarzimmer. Und: Hartmut, beim nächsten Mal schaffen wir es auch zu einem Gruppenbild MIT […]

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