STIFTERS ROSENHAUS –
BOOK RELEASE PARTY

Veröffentlicht: 12. Juli 2016

Uwe Bresan Stifters Rosenhaus. Bild: aus dem Cover. (DerRaumjournalist_Stifters Rosenhaus_Cover_2_497)

Der 1857 erschienene Roman „Der Nachsommer” des Schriftstellers Adalbert Stifter widmet sich in weiten Teilen der literarischen Beschreibung des fiktiven „Rosenhauses”, das seitdem zahlreiche Architekten zu Rekonstruktionen und Rezeptionen veranlasst hat. „Stifters Rosenhaus” verfolgt diese und lässt so den Roman wieder aufblühen. Eine Buchvorstellung des Autors Uwe Bresan.

1857 erschien der Roman „Der Nachsommer” des österreichischen Schriftstellers Adalbert Stifter. Im Zentrum der biedermeierlichen Coming-of-Age-Erzählung steht der jugendliche Naturforscher Heinrich Drendorf, der sich vor einem Gewitter in das Landhaus des Freiherrn von Risach rettet. Weite Teile des Romans sind in der Folge der Beschreibung des Hauses, das durch seinen überreichen Blumenschmuck zumeist als Rosenhaus bezeichnet wird, gewidmet: Fast minutiös sind die einzelnen Wohnräume, ihre Gestaltung und ihre jeweilige Einrichtung beschrieben. Diese Schilderungen veranlassten in den vergangenen 150 Jahren die verschiedensten Architekten dazu, mögliche Rekonstruktionen des Hauses zu entwerfen und zu der von Stifter vermittelten Idealarchitektur Stellung zu beziehen. „Stifters Rosenhaus” verfolgt diese Rezeption innerhalb der modernen Architekturgeschichte von ihren Anfängen im Umfeld der Wiener Secession, über ihre Blütezeit in der Generation der Werkbund-Väter und im Milieu der Stuttgarter Schule, bis zu ihrem Nachleben im deutschen Architekturdiskurs der Spätmoderne. Stifters Roman wird damit als eine der wirkmächtigsten Architekturerzählungen der Moderne wiederentdeckt.

Über den Autor:
Uwe Bresan, Jahrgang 1980, studierte Architektur an der Bauhaus-Universität Weimar. Danach arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt am Main. Seit 2008 ist er als Redakteur bei der deutschen Architekturfachzeitschrift AIT tätig. Daneben forscht und publiziert er zu Themen der Architekturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts und zu Fragen der queeren Architektur.

STIFTERS ROSENHAUS
Eine literarische Fiktion schreibt Architekturgeschichte

Eine Buchvorstellung des Autors Uwe Bresan
Termin: 29. Juli 2016, ab 19:30 Uhr
Lesung: gegen 20:15 Uhr
Im Anschluss: Get-Together bei Rosé & Häppchen
Anmeldung: Ein kurzer Hinweis per Mail oder Facebook wäre prima.

Ort: Die Raumgalerie, Ludwigstraße 73, 70176 Stuttgart
Öffnungszeiten: Gewöhnlich Montag bis Samstag, 11 bis 19 Uhr

Das Buch „Stifters Rosenhaus” kann am Veranstaltungsabend gekauft werden und ist außerdem über www.fachbuchquelle.de erhältlich:

Bresan, Uwe
Stifters Rosenhaus
Eine literarische Fiktion schreibt Architekturgeschichte
Mit einem Vorwort von Wolfgang Voigt
Erschienen 2016 in der Verlagsanstalt Alexander Koch, Leinfelden-Echterdingen
248 Seiten, 21,0 cm x 14,8 cm x 1,3 cm, Broschur
Deutsch
ISBN 978-3-87181-906-3
16,50 €

 


Ein in nicht wenigen Strecken langatmiges und deswegen nur mit Durchhaltevermögen lesbares Buch sei der Roman „Der Nachsommer“ von Adalbert Stifter, sagt Uwe Bresan, der sich für seine Doktorarbeit durch die rund 700 narrativen Seiten gewühlt hat. Ergebnis dieser Mühen ist seine Dissertation, die er nun in der Raumgalerie dem breiten, interessierten Publikum vorgestellt hat. Das geschah freilich nicht als Vortrag im klassischen Sinne, sondern als heitere Lesung über den Roman und die Dissertation, quasi als Reflexion und Interpretation der eigenen Arbeit. Entstanden ist ein sehr kurzweiliger, lebensfroher Text über all die Dinge und Gedanken, die Uwe Bresan in der Zeit der Ausarbeitung seiner Dissertation widerfahren sind. Wir, das Publikum, hatten beim Zuhören große Freude und dankten ihm das mit einem tosenden Applaus und einem anschließend berauschendem Fest bei Rosé, selbst gemachten Snacks und inspirierenden Gesprächen. Das war ein äußerst gelungener Abend, der vielen noch lange im Gedächtnis bleiben wird! Und Dir, lieber Uwe, noch einmal Herzlichen Glückwunsch zum Doktortitel, den Du Dir mehr als verdient hast.

Filmimpression des Abends: (bitte Ton anschalten)

Bilder des Abends:

Bilder: Der Raumjournalist Thomas Geuder / Verena Funk + bildhübsche Andreas Körner + Albrecht Meyer

Der Raumjournalist dankt für die freundliche Unterstützung:

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